8 Oct 2010

Rückblick der stART- Conference 2010: Theater Dortmund im Gespräch.

Seit der stART conference sind nun einige Tage ins Land gegangen. Als Praktikantin des Theater Dortmunds, welches auch auf der stART10 als Besucher vertreten war, habe ich die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch genutzt. Im Folgenden seht Ihr ein Interview mit der Leiterin der Marketingabteilung Frau Rosenbauer sowie ihrer Mitarbeiterin und Verantwortlichen für den Internet- und Web 2.0 Auftritt Frau Schloemann:

<p>Rückblick stART10: Theater Dortmund im Gespräch from Sophia Roggenbuck on Vimeo.</p>

Autorin: Ich habe an der FH Gelsenkirchen Wirtschaft mit Schwerpunkt Kultur-, Medien- und Freizeitmanagement studiert und dort meine Bachelorarbeit über das Thema: „Digital Natives“ und der Kulturbetrieb - Aktivierung einer jungen Zielgruppe durch Web 2.0- Maßnahmen in der Kommunikationspolitik des öffentlichen Theaters“ geschrieben. Derzeit absolviere ich ein Praktikum in der Marketingabteilung des Theater Dortmund.

6 Sep 2010

Patrick Breitenbach im Interview

Patrick Breitenbach für mich wohl einer der wichtigsten Personen an meiner Hochschule. In unserem Vorhaben ein Campusfernsehen zu gründen wurden wir von ihm immer unterstützt, sei es technisch oder konzeptuell. Mein Praktikum und den Kontakt zu Frank Tentler habe ich auch ihm zu verdanken und damit eine tolle Zeit in Duisburg.

In 3 Tagen ist es soweit und er trifft in Duisburg zur stART10 ein, auch in diesem Jahr werden wir wieder einen Vortrag von ihm hören. Bevor ein in den nächsten Tagen ein kleines Videointerview mit ihm erscheint habe ich ihm im Folgenden zu unsere Hochschule und dem Thema Social Media ausgequetsch.

 

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Für wie gut halten Sie den Umgang mit Social Web an ihrer Hochschule?

Die Wurzeln sind vorhanden und sie reichen sehr tief in den Boden.
Unser Präsident ist selbst von Social Media infiziert und lehrte das
bereits in seinen Modulen als der Begriff noch nicht vorhanden war und
es um Blogs, Cluetrain und Social Networks ging.

Dennoch besteht sicherlich noch Bedarf das Thema in der Lehre weiter voran zu treiben,
zumal man merkt, dass genau diese Thematik immer mehr von der
Wirtschaft gerade im Bereich Marketing und Kommunikation gefordert
wird. Das sieht man sehr deutlich an den Aufträgen im Rahmen unserer
Unternehmensprojekte. Und natürlich ist Social Media gerade für den
Studiengang Kulturmanagement von großer Bedeutung. Also insgesamt
merke ich, dass unsere Hochschule dem Thema nicht nur aufgeschlossen
ist sondern es auch in weiten Teilen aktiv lebt und umsetzt. Besser
geht natürlich immer, nur darf man dabei auch nicht vergessen, dass es
nicht nur um Social Media gehen darf.


Was könnte man verbessern?

Ganz klar die stärkere Verknüpfung mit der Lehre. Also durch die
Nutzung von Social Media Tools, Wissen aneignen und dadurch eben auch
gleichzeitig den Umgang mit diesen Werkzeugen in Aktivität erlernen
und erfahren. Gerade zu unseren Themenschwerpunkte wie Kommunikation,
Inszenierung, Netzwerkbildung etc. pp. lässt sich mit den Instrumenten
des Social Media hervorragend spielerisch umgehen und so theoretisch

erlerntes praktisch verfestigen. 

 

Wie könnte ihrer Meinung nach ein anwendungsorientierter Umgang aussehen?

Man kann Social Media nur durch "erfahren" erlernen. Daher sollte das
Studium gleich mit einem Grundlagenworkshop beginnen, bei dem der
Studierende von Anfang an praktisch Themen umsetzen kann, die ihn
persönlich interessieren. Ich denke Leidenschaft ist ein wichtiger
Garant um Dinge schneller und besser zu lernen. "Social Media" ist ja
im Grunde nichts anderes als die Möglichkeiten des Internets zu

nutzen. Das sollte eben themen- und fachübegreifend geschehen. 

 

Könnten sie sich ein Projekt mit der Macromedia vorstellen, so dass die Kulturmanagementstudenten von den Kommunikationsdesignern lernen und umgekehrt?

Prinzipiell kann ich mir alles vorstellen. Klar, wenn es sich dabei um
eine sinnvolle Synergie handelt, warum nicht? Ich denke gerade für die
Kulturmanager wird es wichtig sein, sowieso einen guten Draht zu den
Kommunikationsdesigner zu haben, gerade für ihre spätere Arbeit ist
das immens wichtig.
 

 

Sie werden auch auf der stARTconference einen Vortrag halten. Was können vor
allem Studenten von ihrem Vortrag mitnehmen?

Ich versuche zu skizzieren, was wichtige Erfolgsfaktoren für die
Nutzung von Social Media ist und wo sich wichtige Schnittstellen
befinden. Es geht also darum in erster Linie Insights und Erfahrungen
weiterzugeben und Mut zu machen größer und anders zu denken als
bisher. Es geht darum Menschen für eine digitale Inszenierung zu
begeistern und dabei auch ein Stück weit die Scheu vor einer
Kommerzialisierung abzulegen. Ich denke mein Vortrag beschreibt aus
meiner Sicht das spätere Arbeitsfeld eines Kulturmanagers (aber auch
eines jeden Kommunikationsmanagers) und was er in Zukunft beachten
muss und wie er sich trotz knappen Budgets gerade mit Social Media
erfolgreich seine "Kulturmarke" positionieren kann.

Ihr findet Patrick natürlich auch auf facebook, Twitter und als Brainblogger.

Ich freu mich auf seinen Vortrag bei der stART10.......

1 Sep 2010

Ski anschnallen und ab durch den Firn

Da mein Praktikumsblog gerade nicht so will wie ich es will, kommt der Beitrag jetzt hier rein, denn was bringt mir ein Blogeintrag, wenn ihn keiner auf meinem Blog sehen kann?! Also, hier bitte schön meine Route durch die Start10:

Skipiste

Nur noch 1 Wochen, dann geht es los und das Who ist Who der Kultur trifft auf die schlauen Köpfe im Social Web. Um einen unvergesslichen Ride zu haben sollte man sich schon im Voraus genau die Vortragsthemen ansehen. Das ist nicht nur stressfreier während der Konferenz, sondern steigert auch die Vorfreude!
So jetzt aber Sonnenbrille auf und ab auf den Berg!

  • 11:00 Uhr: Mein stART ist wohl wie bei allen der Vortrag von Prof. Dr. Carsten Winter: "Von der Push zur Pull-Kultur".
  • 12:00 Uhr: Bei der nächsten Abfahrt nehme ich Wiebke Doktor: "Fundraising und Web 2.0: mit Strategie zum Erfolg“.
  • 13:00 Uhr: Dann mach ich erstmal einen Einkehrschwung auf die Hütte und es gibt lecker Essen! Hoffentlich gibt es dieses Jahr kein Grünkohlgedöns!
  • 14:00 Uhr: Hier geht es zum Dreigespann aus Antonia Wanske, Johannes Lachermaier und Anna Kleeblat mit dem Thema „Zielsetzungen, operative Maßnahmen und Erfolgsmessung im Web 2.0“ auch wenn ich noch nicht genau weiß, was mich da erwartet. Die genaue Beschreibung wird bestimmt bald auf  http://www.startconference.org/ zu finden sein.
  • 16:00 Uhr: Geht es zu meinem Mentor Patrick Breitenbach: Kulturkommerzialisierung ohne Gesichtsverlust, denn er hat wie ich gehört habe etwas interessantes vor und ich bin gespannt ob es klappt.
  • 17:00 Uhr: Die letzte Fahrt mache ich heute mit Norbert Hayduk und "Ortsbasierte soziale Netzwerke und deren Nutzen für Kultureinrichtungen“, da ich dem Thema gegenüber ein bisschen skeptisch bin und weil ich foursquare für bescheuert halte. Man kann nur hoffen, dass mich der Vortrag vom Gegenteil überzeugt.


Am nächsten Tag müssen wir früh raus, aber wir werden belohnt, denn es hat über Nacht geschneit:

  • 9:30 Uhr: Heute haben die Lifte schon ziemlich früh geöffnet und die Ammies sind auch schon unterwegs. Damit die uns den Schnee nicht plattwalzen auf zu Shelley Bernstein: Web 2.0 strategy of the Brooklyn Museum. Wird bestimmt interessant sich den aktuellen Stand in amerikanischen Kultureinrichtungen anzusehen, denn ich verfolge das kaum :)
  • 10:45 Uhr: Da die Niederländer furchtbar gerne Skifahren, es aber nicht können, will ich wenigstens hoffen, dass sie was von Social Media verstehen: Marc van Bree "A Framework for Social Media Strategy" 
  • 12:00 Uhr: So kurz vor dem Mittagessen bin ich schon ziemlich hungrig und weiß nicht genau, ob ich Christof Breidenich einen Besuch abstatten soll, oder mich doch lieber ein bisschen ausruhen soll, aber wenn schau ich bei ihm, den "Neuen Medien und alten Meistern- die Knechtschaft im Social Media" vorbei.
  • 14:00 Uhr: Da interessiert mich ganz besonders der Vortrag von meinem Studiengangsleiter, weil ich bei ihm meine Thesis schreiben will! Also ab zu Prof. Dr. Stephan Sonnenburg: "Brauchen Kultur- marken Marken- kultur? Zwischen Inszenierung und Involvierung".
  • 15:00 Uhr: Christoph Bauer: PR im Social Web: "Die Kunst des Eigensinns"

Jetzt können wir nur noch hoffen, dass die Sonne scheinen wird, dann wird es bestimmt ein unvergessliches Erlebnis. Ihr wisst wie ich mich die Piste herunter schwinge, fahrt ihr mit, oder wie sieht eure perfekte Route aus?

 

29 Aug 2010

Die Lehre vom Einsatz von Social Media in der Lehre – Ein Erfahrungsbericht aus vier Jahren Studium

 

 

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„Wenn Sie dieses Studium beendet haben, wird auf Ihrem Diplom ‚Online-Journalist‘ stehen. Aus diesem Grund sollten Sie sich auch mit all dem beschäftigen und einzuschätzen wissen, was im Netz und insbesondere im Social Web passiert.“

Dieses Statement stammt von Prof. Dr. Thomas Pleil, der an der Hochschule Darmstadt im Studiengang Online-Journalismus  im Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit und Online-PR lehrt. Dabei handelt es sich mehr um eine Aufforderung, denn einen Hinweis an seine Studenten. Eine Aufforderung, die auch für mich nach wie vor als frischgebackenen Absolventen uneingeschränkte Gültigkeit hat. Schließlich könne man es sich laut seiner Aussage mit einem derartigen Abschluss nicht leisten in ein Unternehmen, eine Agentur oder eine Pressestelle zu gehen und zum derzeit wohl am meist diskutierten Themenfeld Social Media keine fundierte Meinung zu haben. Selbst dann nicht, wenn man den aktuellen Entwicklungen skeptisch gegenüberstehen sollte und sich selbst in der klassischen PR sieht.

In seinem Beitrag „Medienverhalten und Mediennutzung ändern sich nicht mehr in Generationen, sondern in Jahrgängen“  zeigte Frank Tentler bereits Anfang Juli auf, was ich nach vier Jahren Studium aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann: Das Tempo, mit der sich die Mediennutzung wandelt, geschieht im Rhythmus der Studienanfänge. Zur Verdeutlichung möchte ich darauf eingehen, welche Beobachtungen ich als Studierender am Campus Dieburg der Hochschule Darmstadt machen konnte.

Wir schreiben das Jahr 2006. Nachdem im Sommer die Bestätigung für den Studienplatz eintrudelte und erste Benachrichtigungen der Hochschulverwaltung mitsamt Namenslisten der künftigen Kommilitonen eintrafen, war die erste Handlung der baldigen Studenten was? Wir suchten einander über das gerade aufkommende Netzwerk StudiVZ und eröffneten eine eigene Gruppe für uns Anfänger. Darüber hinaus wurden emsig die gängigen Instant Messaging-Kontakte für ICQ, AIM und Co. ausgetauscht, um miteinander im VZ wie per IM über das Kommende diskutieren zu können.

Für viele waren diese Schritte im StudiVZ die ersten in einem sozialen Netzwerk, ohne genau zu wissen, was es damit auf sich hatte und welche Dynamik sich in den folgenden Jahren dort entwickeln sollte, ehe alles wieder im digitalen Nichts verschwinden würde. Denn bereits keine zwölf Monate, nachdem alle so zahlreich den unzähligen Gruppen beitraten, verabschiedeten sich die ersten schon wieder und fuhren ihren Account so weit zurück, dass das Löschen des Profils der nächste Schritt war.

Unser Nachfolgejahrgang war zu diesem Zeitpunkt bereits schon Teil in einem außerhalb der USA fast unbekannten Social Network namens Facebook und nutzte Twitter in Ergänzung dazu mit traumwandlerischer Sicherheit. Das war Ende 2007/Anfang 2008 und deren Nachfolger im Wintersemester 2008 waren ebenfalls wieder einige Schritte weiter.

Das Tempo, mit dem die neuen Techniken und Möglichkeiten in ihren wie unseren Kommunikationsalltag aufgenommen und einbezogen werden, ist atemberaubend hoch und steigt nicht nur dem Anschein von Frank Tentler und Co. nach von Jahr zu Jahr. So stehen die Hochschulen und Universitäten unter permanentem Zugzwang, da sie im Optimalfall die technischen Entwicklungen selbst für sich entdecken und in die Vorlesungen einbinden, was an der Hochschule Darmstadt – und insbesondere in meinem Studienschwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit und Online-PR  unter Thomas Pleil – hervorragend gelingt.

Doch nicht nur er führt(e) uns an das Web heran – er tut bzw. tat dies nur schwerpunktbedingt am intensivsten –, auch unter Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer und Prof. Dr. Klaus Meier, den es mittlerweile nach Dortmund verschlagen hat, kamen wir gezielt mit Social Media in Kontakt. So war die Aufforderung im ersten Semester ein eigenes Blog zu eröffnen ein erster von vielen Schubsern in Richtung Online, denn der praxisorientierte Gedanke, dass man nur durch aktives Ausprobieren auch verstehen und ganz eigene Schlüsse daraus ziehen könne, wird an der h_da groß geschrieben. Eben diese Denkweise spiegelt sich auch in den Lehr- und Lerninhalten wieder, wenn semesterbezogene „Wegwerf-Wikis“ zur Wissensvernetzung aufgezogen und Projekte gruppenübergreifend in Google Docs und Co. bearbeitet werden oder Twitter im Lehrplan auftaucht und ein ganzer Kurs zur Eröffnung eines Accounts animiert wird (http://thomaspleil.wordpress.com/2008/10/10/twitter-lehrstunde/), um die Erfahrungen in Berichten und Analysen festzuhalten (http://thomaspleil.wordpress.com/2009/03/03/twitter-in-der-lehre-ein-paar-erfahrungen/), falls nicht ohnehin schon längst unter den Studierenden on- wie offline darüber diskutiert wurde.

Was uns wieder zum Tempo der Adaption neuer Techniken bringt. Zu Beginn meines Studiums waren die Tools und Diskussionen zum Thema noch sehr überschaubar, wurden im Laufe der Zeit und mit voranschreitendem Input aber immer differenzierter und auch ergiebiger.

Nun, im Sommer 2010, kann ich mir kaum noch vorstellen wie die Zeit vor Social Media ausgesehen hat, da diese in ihrer Vielfalt wie Gesamtheit für mich eine alltägliche und kaum verzichtbare Selbstverständlichkeit geworden sind. All das, worauf das Studium (aber auch schon die Schule) vorbereiten soll – nämlich eigenständiges und kompetentes Handeln, Hinterfragen von Ereignissen und Prozessen, das Über-den-Tellerrand-Hinausblicken und vernetztes Denken – wird meiner Ansicht nach durch Social Media mehr als potenziert. Im Digitalen gibt es durch die ganz eigene Dynamik kaum mehr Grenzen, die eine Diskussion mit Gleichgesinnten, Experten, Praktikern und vielen mehr verhindern könnten, wenn man den Austausch mit ihnen sucht. Mit den positiven Erfahrungen, die ich durch den Einsatz von Social Media machen konnte, muss man Bildungseinrichtungen fast schon verbindlich nahelegen, sich mit den Entwicklungen des Webs auseinanderzusetzen und Schüler wie Studierende frühzeitig auf die Chancen aber auch Risiken und Gefahren, die zweifelsohne auch bestehen, hinzuweisen und im aktiven Umgang damit zu unterrichten.

Nichts desto trotz sollte man sich bei Forderungen wie diesen auch der Tatsache bewusst sein, dass die Aufnahme von derlei Themeninhalten in bereits längst etablierte bzw. im Voraus festgelegte Lehrpläne kein Prozess ist, der von heute auf morgen funktionieren kann. Insbesondere im kommunikativen Lehr- und Forschungsfeld will oftmals erst das theoretische Basiswissen vermittelt werden, um es in der Praxis für bzw. von Studierenden, eine gewisse Begeisterung ihrerseits für die Thematik vorausgesetzt, nutzenbringend anwenden zu können (http://davidphilippe.wordpress.com/2010/08/12/social-w-was-social-media-noch-nicht-bei-studenten-angekommen/).

So ist es wohl noch ein weiter Weg, ehe Social Media in unseren Breitengraden ihren weitläufigen Weg in die Lehre an Hochschulen und Universitäten finden, aber es ist schön zu sehen, dass sich an vielerlei Orten bereits mittels Webinaren, Kursen und Co. mit dem Gedanken befasst wird.

Über den Autor: Daniel Rehn ist nach vier Jahren Studium am Campus Dieburg der Hochschule Darmstadt (h_da) seit Juli 2010 Diplom-Online-Journalist (FH) mit Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit/Online-PR und ab September in Diensten der Münchner Agentur talkabout communications gmbh .

26 Aug 2010

Social Media, Kulturmarketing und Ich

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Social Media ist im Kulturmarketing der heutigen Zeit ein enorm wichtiges Thema. Deshalb ist es wichtig, diese Kompetenz schon während der Studienzeit zu erwerben. Es gehört mehr dazu, als nur privat im Netz aktiv zu sein.
Zu dieser Erkenntnis kam ich auch während den Recherchen zu meiner Bachelor-Arbeit: Social Media im Kulturmarketing. Die Idee entstand erst innerhalb meines Erasmus-Semesters in Riga an der Kulturakademie, im deutschsprachigen Studiengang Kultur- und Medienmanagement. Innerhalb dieses Zeitraums hörte ich das erste Mal etwas von 'digitalem Marketing' von #Prof. Dr. Georg Herbst. In meinem eigentlichen Studium in Görlitz haben wir leider nur gelernt, dass es Newsletter und HTML-Seiten gibt. Aus diesem Grunde fand ich die neue Thematik außerordentlich spannend.
Im Verlauf meiner Recherchen wurde ich zuerst auf die Transmediale.10 aufmerksam woraufhin ich mich zu einem 'Vorinterview' mit #Clemens Lerche traf. In dieser Zeit arbeitete ich zudem bei der PR-Agentur #Sally Below Cultural Affairs, welche die klassische PR-Arbeit für die Transmediale.10 übernahm. So wurde mir beim Anfertigen des Presse-Clippings bewusst wie interessant Social Networks für eine Kulturveranstaltung sind. Da kam ich nicht umhin mich zu fragen, ob Social Media nicht auch interessant für klassische Kultureinrichtungen sein könnte, wie bspw. für Theater, Orchester oder auch Projekte. Daraufhin traf ich mich mit #Frank Tentler und #Christoph Müller-Girod, die mir einen detaillierten Einblick in die Arbeit zur Philharmonie 2.0 ermöglichten.
Im Laufe dieser Recherchen lernte ich mehr und mehr über das Social Media und inwiefern es sinnvoll ist dieses entsprechend der Bedürfnisse von Kulturbetrieben anzuwenden. Mehr dazu ist in meinem Blog: www.socialmedia-kulturmarketing.com zu lesen.
In meiner Verteidigung wies ich vor allem darauf hin, wie wichtig es ist, verschiedene Verhaltensregeln im Web zu beachten, da ich zu folgender Erkenntnis gelangte:

- Kulturbetriebe sind grundsätzlich an Social Media interessiert
- Es fehlt jedoch an Fachwissen und Zeit
- Es werden Chancen in der Nutzung von Social Media im Kulturmarketing gesehen
- Die Zielgruppen der Kultureinrichtungen bewegen sich im Internet

Potenzial Social Media zu nutzen ist vorhanden –  Aber wie?
Folgende Regeln seien, wie es auch im Werk 'innovatives Kulturmarketing' bemerkt wird, zu beachten:


- The Law of Push and Pull
- The Law of Dead-End Street
- The Law of Giving and Selling
- The Law of Trust


Zum einen aus diesen Erkenntnissen sehe ich es von besonderer Wichtigkeit auch das Social Media Marketing im Studium des Kultur und Managements zu beachten. Zum Anderen ist es ebenfalls für die entsprechende Hochschule interessant am Puls der Zeit zu bleiben, denn das Internet wird in der Zukunft nicht weniger beachtet. Eine Anfrage meines Professors nach diesbezüglichen Seminaren lässt auch für die Studenten in Görlitz hoffen.

Autorin: Anna-Elisabeth Rentsch

24 Aug 2010

Die stART10 steht vor der Tür und ich habe Max zum spielen eingeladen

 

Max Gölitz hat an der Uni Karlsruhe (KIT) Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften studiert. Ich habe ihn bei meinem letzten Projekt mit der Ferenbalm-Gurbrü Station kennen gelernt, wo er schon seit 3 Jahren als Junior Director arbeitet. Demnächst folgt ein neues Projekt über das ich hoffentlich bald noch mehr erfahren werde.

Da ich von Patrick Breitenbach und Professor Stephan Sonnenburg zwei Tickets geschenkt bekommen habe, wollte ich diese an engagierte Frischlinge aus der Karlsruher Kulturszene weiter geben.

Ich freu mich sehr, dass er mir ein paar Fragen zum Thema stARTconference beantwortet hat. Viel Spaß beim lesen und bei der Konferenz könnt ihr Max dann persönlich kennenlernen.

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1.     Wie bist du auf die Konferenz aufmerksam geworden?

 

Aufmerksam geworden bin ich auf die stARTconference, wie kann‘s auch anders sein, via Facebook. Schon bevor du mich eingeladen hattest, hatte mir jemand den einen Link zur FB-Page geschickt. Am Anfang war mich nicht ganz ersichtlich worum es sich bei der ganzen Veranstaltung genau handelt, aber als ich mir das Programm dann genauer angeschaut habe war schnell klar, dass das eigentlich genau mein Thema ist.

 

 

2.     Warum interessiert dich das Thema der Konferenz, privates/berufliches Interesse?

 

Ich denke sowohl als auch – das hängt bei mir irgendwie eng zusammen. Ich habe mich schon während meines Studiums mit dem Thema Web 2.0 und den daraus resultierenden Chancen für den Kunst-/Kulturbereich auseinandergesetzt, außerdem hat es mich auch immer gereizt aus derartigen Möglichkeiten auch neuartige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Das hat dazu geführt, dass ich zusammen mit einem Partner momentan neben meiner Tätigkeit in einer Karlsruher Galerie auch Gründer eines Online-Startup im Bereich Kunstmarkt bin. Dabei werde ich vom Gründerzentrum am KIT, dem Center für Innovation & Entrepreneurship (CIE) super unterstützt. Das kann ich auch anderen Geisteswissenschaftler sehr empfehlen, die dort momentan noch die große Ausnahme darstellen.

 

3.     Gibt es Vortragsthemen, die dich besonders interessieren?

 

Mich interessieren vor allem die Vorträge aus den Themen Mobile Web wie zum Beispiel Norbert Hayduks „Ortsbasierte soziale Netzwerke und deren Nutzen für Kultureinrichtungen“ oder „Mediennutzung über das mobile Web als Chance für die Kunst und Kulturvermittlung“ von Holger Simons. Das liegt daran, dass wir momentan auch an eigenen Dienstleitungen in diesem Bereich arbeiten. Verpassen möchte ich auch auf keinen Fall die Veranstaltungen zur Erfolgsmessung in Social-Media-Bereich sowie zu Ticketing im Web 2.0.

 

 

4.     Was hoffst du auf der Konferenz zu lernen/mitzunehmen?


Neben den vielen Themen die mich rein fachspezifisch interessieren, hoffe ich natürlich auch Kontakte zu Leuten, die in einem ähnlichen Themengebiet wie ich selbst aktiv sind, knüpfen zu können. Vielleicht fahre ich ja mit der ein oder anderen neuen Idee zurück nach Karlsruhe, dann hätt sich‘s schon gelohnt…

 

 

 

5.     Warst du schon mal in Duisburg?


Ja einmal war ich bereits kurz in Duisburg, das war auf einer Zugfahrt Richtung Holland und ich hatte ca. eine Stunde Aufenthalt. Nachdem ich nur den Bahnhofsvorplatz gesehen habe (der ja jetzt nicht so der Knüller ist…), hat sich meine Begeisterung bisher für diese Stadt sehr in Grenzen gehalten und lag ungefähr auf einem Niveau mit Bielefeld (wo ich allerdings noch nie war). Zudem ist Duisburg ja eine Stadt die auch schon vor den Geschehnissen auf der Loveparade nicht gerade mit guter Presse gesegnet war, was natürlich schon irgendwie im Hinterkopf hängt. Ich habe aber das Gefühl das sich mein Eindruck ändern könnte, schon allein die innovative Konferenz ist da ein positives Zeichen. Bin auf jeden Fall gespannt was mich erwartet.

 

 

 

17 Aug 2010

Interview mit Professor Breidenich- Macromedia Köln

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Gestern waren wir auf Tour und sind mal wieder nach Köln gefahren. Dort haben wir uns dann mit Professor Christof Bereidenich der an der Macromedia Kommunikationsdesign lehrt, getroffen und ich habe die Gelegenheiten genutzt 3 kleine Interviews zu machen.  Hierbei werdet ihr mehr über seinen Vortrag auf der stARTconference, seine Arbeit als Künstler und sein neues Buch erfahren.

Auf diesem Blogseht ihr nur eines der 3 Interviews, wer mehr erfahren will findet das auch stARTconference und meinem Praktikumsblog.

Viel Spaß!

 

 

16 Aug 2010

Ich frage- Andreas Klisch antwortet

Im Folgenden wird sich Andreas Klisch unseren Lesern kurz vorstellen uns mir einige Interessante Fragen beantworten. Vielen Dank an Andreas Klisch für seine Mühe und Euch viel Spaß beim lesen.

 

 

 

 

 


Im Netz findet man mich unter klischnet (mal mit punkt wie bei meiner Website {link: http://klisch.net}, mal ohne). Ich habe zweimal Kultur- Wissenschaften studiert,  im „Osten“ und im „Westen“.

20 Jahre habe ich Konzerte, Parties, Festivals im Rock-Pop-Bereich veranstaltet (von 100 bis 5000 Besuchern), habe Theaterinszenierungen, Philharmonie-Konzerte, Kunst-Performances und Ausstellungen produziert und war als Tourneemanager in Europa unterwegs.

Meine ersten Erfahrungen mit dem Internet habe ich mit AOL und Compuserve gemacht, als diese noch geschlossene Netzwerke waren und Telebanking nur über DATEX-J möglich war. Meinen ersten tweet {link: http://myfirsttweet.com/1st/klischnet} habe ich im May 2007 „abgesetzt“.

 

Seit ca. 11 Jahren arbeite ich am Studiengang Kulturarbeit {link: http://kulturarbeit.org} an der FH-Potsdam als wissenschaftlich- technischer Mitarbeiter im Lehrbereich Medientheorie und Praxis. Weiterhin bin ich Ausbilder  u.a. für den Beruf des Veranstaltungskaufmanns.  Als Vorstandsmitglied der LAG Multimedia Brandenburg e.V. kümmere ich mich im Ehrenamt um die außerschulische Medienbildung/ Kompetenz von Schülern und Jugendlichen.

Als freier Dozent gebe ich an anderen HS Seminare zum Thema Online- Marketing und bin last but not least als freier Berater in Sachen Social Media unterwegs und berate vornehmlich Kultur- und Bildungseinrichtungen.

 

 

 

1.    Was fehlt ihrer Meinung nach an Hochschulen im Bezug auf die Social-Media Kompetenz?

 

Zum einen sollten die HS und FH´s in Ihren Marketingabteilungen erstmal selber darüber nachdenken und erkennen das eine Website nicht gleich Online-Marketing bedeutet. D.h. die Schulen befinden sich auf einem Markt im Wettbewerb untereinander, ergo sollten auch zielgruppenaffine Marketinginstrumente zum Einsatz kommen. Es scheint an der (fehlenden) Kompetenz und Erfahrung der zuständigen Mitarbeiter zu liegen, das sich Social Media Instrumente nicht durchsetzen. Zum anderen sind die IT- oder EDV- Abteilungen mit „klassisch“ ausgebildeten Informatikern besetzt, das ja nicht per se schlecht sein muss, aber diesen Kollegen fehlt oft das Verständnis für die notwendigen zeitgemäßen Anpassungen ihrer schulinternen Dienstleistungen. Freies WLAN auf dem Campus ist für sie ein Horrorszenario. Da gibt es Typo 3 Websites die nur von einer Person betreut wird, aber nicht reprogrammiert werden kann, da gibt es FH´s die keinen webservice oder MySQL Datenbanken für CMS ala´ Wordpress vorhalten usw. usw.

 

Innerhalb der Lehre besteht noch keine Erkenntnis der Bedeutung des Bereiches Online-Marketing bzw. Social Media.

Es gibt leider zu wenig junge Dozenten oder Lehrkräfte, die mit Social Media oder Web2.0 Tools arbeiten und lehren.

 

Aber auch die Studierenden selbst nutzen die Web2.0 Tools kaum. Die meisten haben wohl einen studiVZ oder facebook account, den sie mehr oder weniger stiefmütterlich verwalten, aber aus meinem Umfeld sind mir z.B. keine twitternden Kulturarbeit- Studenten bekannt.  Die bereitgestellten Computer an den Schulen werden häufig nur dazu genutzt Hand Out, Studienbriefe oder E-Mails auszudrucken oder das Bahnticket für den nächsten Heimaturlaub zu buchen.

Sehr häufig fehlt in der Verwaltung, im Lehrkörper und bei den Studierende einfach auch das Interesse den Computer und das Internet darüber hinaus zu benutzen. Bzw. die Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer und dem Internet sind nicht vorhanden.

 

 

2.    Wie würden sie das ändern?

 

Die o.e. Personenkreise auf Weiterbildungen schicken ;-)

Wenn, dann konsequenter Einsatz von Social Media in der schulischen und studentischen Kommunikation – und Informationspolitik.

Integration in der Lehre und nicht nur im Bereich Marketing, sondern als Querschnittsthema über das gesamte Curriculum.

Etablierung von E-Portfolios für die Studierenden mittels einfacher CMS alá Wordpress, z.B. zur eigenen Lehr- und Studiums- Dokumentation.

Anforderungen an die Studierenden erhöhen, z.B. bei der Durchführung von Projekten mindestens 1-2 Web2.0 Tools einzubeziehen.

E- oder blended Learing, Chats oder Videokonferenzen integrieren etc.

Förderung des kollaborativen Arbeitens wie web2.0, wie Wikis, oder Online Kalender, etherpad, scribd und was es noch alles für sinnvolle und vor allem auch arbeitserleichternde Tools so gibt.

 

3.    Was könnten sie dazu beitragen?


Spread the message!

Workshops, Vorträge, Seminare, Beratungen....

 

4.    Wie sollte/ könnte ein Netzwerk unter Kulturmanagern und Kulturmanagement-Studenten aussehen?

 

Netzwerke nach amerikanischem Alumni- Vorbild werden wir wohl auf absehbarer Zeit nicht etablieren können, dafür ist zu viel Zeit an den deutschen Bildungseinrichtungen verschlafen worden. Gerade im Kulturbereich scheinen Netzwerke sehr fragil und flüchtig zu sein. Ist doch der Markt auf dem sich die exmatrikulierten Studenten bewähren müssen sehr überschaubar, begrenzt und - vor allem - schon besetzt! Wenn Kontakte genutzt werden, dann um möglicherweise Dienstleistungen out-zu-sourcen oder „einzukaufen“. Tatsächliche gemeinschaftliche kreative Arbeiten sind mir so leider auch nicht bekannt. Da jeder möglichst schnell, der „Generation Praktikum“ entfliehen will wird er oder sie sich mit dem eigenen Know How eher bedeckt halten.

Die Reputation vieler kultureller Einrichtungen steht und fällt mit ihren „individualistisch- charismatischen“ Protagonisten im Management oder im Booking, d.h. aber eben auch, das im Personalbereich kaum Bewegung herrscht.

Die neuen socialen Netzwerke werden leider fast ausschließlich für die Promotion der eigenen Aktivitäten, Projekte und Veranstaltungen genutzt.

 

Immerhin hat die fb- fanpage {link: http://facebook.com/kulturarbeit } 160 Mitglieder von ca. 330 aktiven und ehemaligen Studierenden. Leider fehlt der individuelle Input der Fans....

 

 

13 Aug 2010

Jetzt will ich es wissen: Wie viele Kulturmanagement Studenten sind bei Facebook/Twitter? Bitte RT

 

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Wie viele Kulturmanagement Studenten treiben sich eigentlich im Social Web rum?

Man begegnet irgendwie immer den gleichen Gesichtern, aber das können doch nicht alle sein! Gerne würde ich mehr Leute kennen lernen und mich mir ihnen vernetzten.

Meldet euch einfach @solveig_schwarz oder hinterlasst unter den Kommentaren euren Kontaktdaten.

Ich freu mich auf euch!!!

 

 

10 Aug 2010

Mit dem Studententicket stARTconnect noch günstiger zur stART10

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Seit der stARTconference im letzten Jahr werden wir immer wieder von Studenten um Unterstützung bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten gebeten. Ob Interview, Linktipp oder Literaturhinweis, wir freuen uns über die Anfragen und stehen dafür natürlich gerne zur Verfügung. Oft sind es aber die gleichen Auskünfte, die wir geben, weil sich eben auch die Fragen ähneln.

Einerseits ist es erfreulich, wenn immer mehr Arbeiten zum Thema Social Media im Kunst- und Kulturbereich entstehen. Andererseits ist es aber schade, wenn es dabei immer um die gleichen Inhalte geht. Der Grund: niemand weiß, wer gerade an welchem Thema sitzt und deshalb wird doppelt recherchiert und doppelt geschrieben.

In den letzten Monaten haben wir versucht, Studenten miteinander zu vernetzen und so Doppelgleisigkeiten zu vermeiden. Noch interessanter ist es, wenn Studenten die Entstehung ihrer Arbeit mit einem Blog begleiten (siehe etwa die Blogs von Anna Rentsch, Wibke Weigand oder Axel Kopp) und sich beim Verfassen der Arbeit gegenseitig unterstützen.

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